Was ist der Nationale Aktionsplan BNE?

Wie kam es zum Nationalen Aktionsplan?

Bildung für nachhaltige Entwicklung, also BNE, ist ja ein Programm für die ganze Welt. Es soll also überall umgesetzt werden. In Deutschland gibt es dafür die Nationale Plattform BNE. Unter der Leitung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben Menschen aus über 350 Organisationen aus der Gesellschaft, Politik, Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft einen Aktionsplan ausgearbeitet. Er nennt sich Nationaler Aktionsplan. Kurz gesagt: NAP.

Die Idee vom NAP ist es, dass in Deutschland Bildung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung wird. Dafür enthält er 130 Ziele und 349 Empfehlungen, wie das passieren kann. So soll zum Beispiel in Schulen oder in der Ausbildung über Nachhaltigkeit geredet werden.

Der Nationale Aktionsplan

So sieht der NAP aus. Insgesamt hat er 138 Seiten. Ganz schön viel, oder? Im NAP steht auch, dass sich junge Menschen beteiligen können. Und auch, dass eure Meinung ganz wichtig ist. Damit du nicht den ganzen Aktionsplan lesen musst, haben wir dir die Stellen extra rausgesucht. Einmal steht da, warum ihr mitgestalten könnt. Und einmal wie ihr das macht. Guck dazu doch mal in den beiden Kästen rechts von hier.

Wenn du dir denn ganzen NAP mal angucken möchtest, dann guck doch mal HIER. Dort kannst du ihn einfach herunterladen.

Wie läuft der BNE-Prozess in Deutschland?

Hier kannst du sehen, wann sich welche BNE-Expert*innen treffen und was sie machen.

 

Jugend-Beteiligung im NAP

Partizipation aller gesellschaftlichen Gruppen ist Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung, deshalb ist Partizipation Bestandteil von BNE. Kinder und Jugendliche müssen beteiligt werden, damit die jüngere Generation Gegenwart und Zukunft aktiv mitgestaltet. Nationaler Aktionsplan BNE, 20.6.2017

Wie sieht Jugend-Beteiligung aus?

a) Es wird ein eigenständiges Jugendgremium geschaffen, um einen altersgemäßen Rahmen der Mitbestimmung zu selbst gewählten Themen zu gewährleisten. Die dort gefassten Beschlüsse werden in die Nationale Plattform eingebracht und dort berücksichtigt.

b) Je drei Plätze pro Fachforum werden für junge Menschen reserviert und für die Nationale Plattform eine stimmberechtigte Person und eine Stellvertretung ernannt.

c) Es wird ein eigenes Büro eingerichtet, das die Jugendbeteiligung organisatorisch begleitet und Coaching- und Bildungsmaßnahmen anbietet.

d) Jährlich wird ein eigener Jugendkongress realisiert.

e) Es wird die Möglichkeit für junge Menschen geschaffen, sich mit eigenen von ihnen entwickelten und verantworteten Mikroprojekten in der Phase bis 2019 an der Umsetzung auf lokaler Ebene zu beteiligen und damit in ihrem Umfeld wichtige Impulse zu setzen.Nationaler Aktionsplan BNE, 20.6.2017